TV Waldgirmes gewinnt den Südwestpokal

Halbfinale: SSC Freisen – TV Waldgirmes 2:3 (19:25, 25:18, 25:23, 13:25, 11:15)
Finale: TV Waldgirmes – VC Wiesbaden II 3:0 (25:16, 25:15, 25:20). Der Weg zum Pokalgewinn verlangte dem TV Waldgirmes einiges ab. Im Halbfinale gegen den Zweitligisten SSC Freisen sicherte sich das Team von Daniel Bock zunächst den ersten Satz. Zu viele Aufschlagfehler und nachlassende Konzentration führten jedoch dazu, dass die nächsten beiden Durchgänge an die Saarländerinnen gingen. Besonders ärgerlich: Am Ende des dritten Satzes gab Waldgirmes eine 23:22-Führung leichtfertig aus der Hand. Das Halbfinal-Aus drohte – doch nun mobilisierten Mannschaft und Publikum alle Kräfte. Mit großem Einsatz und lautstarker Unterstützung der Fans erkämpfte sich der TVW mit einem deutlichen 25:13 den Satzausgleich. Auch im anschließenden Tiebreak behielten die Spielerinnen um Kapitänin Yva Cesar die Nerven und machten mit 15:11 den Einzug ins Finale perfekt.

Dort wartete der VC Wiesbaden II, der sich im zweiten Halbfinale mit 3:0 gegen den rheinland-pfälzischen Regionalligisten Stadecken-Elsheim durchgesetzt hatte. Nach der Zitterpartie gegen Freisen rechneten die Waldgirmeser Fans mit einer weiteren schwierigen Aufgabe gegen den Zweitligisten aus der Landeshauptstadt. Doch es kam anders.

Maja Löcker im Außenangriff und Leonie Amann auf der Diagonalposition waren kaum zu stoppen. Zuspielerin Greta Martin glänzte gegen ihren ehemaligen Verein mit präzisen Pässen, während Libera Emma Dogu mit starken Abwehraktionen selbst schwierige Bälle vom Hallenboden der Lahntalschule kratzte. Mit dieser geschlossenen Mannschaftsleistung gewann Waldgirmes die ersten beiden Sätze souverän mit 25:16 und 25:15.

Erst im dritten Durchgang fand Wiesbaden besser ins Spiel und ging, getragen von den mitgereisten Fans, mit 11:10 in Führung. Daniel Bock nutzte die folgende Auszeit, um sein Team neu einzustellen. Anschließend setzte „Ola“ Wyrzykowska mit druckvollen Außenangriffen Akzente, Maret Schlinkheider überzeugte mit mehreren direkten Aufschlagpunkten und Vanessa Krauß steuerte wichtige Block- und Angriffspunkte über die Mitte bei. Den Schlusspunkt setzte Maja Löcker: Nach einem schnellen Zuspiel versenkte sie den Ball über Außen entlang der Linie zum 25:20 und machte den 3:0-Finalsieg sowie den Gewinn des Südwestpokals perfekt.

Damit steht Waldgirmes in der direkten Qualifikation zur DVV-Pokal-Hauptrunde. Gegner ist der Pokalsieger Ost, die Neuseenland Volleys Markkleeberg. Das Team aus dem Süden Leipzigs spielt ebenfalls in der 2. Liga Pro. Das erste Ligaduell gegen Markkleeberg konnte der TVW bereits knapp für sich entscheiden.

Ort und Termin des Qualifikationsspiels stehen noch nicht fest. Klar ist jedoch, welche Belohnung auf den Sieger wartet: Am 8. oder 9. November geht es im Achtelfinale des DVV-Pokals mit Heimrecht gegen den Erstligisten „Ladies in Black“ Aachen.

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