TV Waldgirmes kassiert erste Saisonniederlage

TV Waldgirmes – DSHS SnowTrex Köln 0:3 (21:25, 13:25, 25:27). „Wir haben nicht alles gezeigt, was wir können, und Köln hat ein nahezu fehlerfreies Spiel gemacht“, resümierte Trainer Daniel Bock nach der deutlichen Niederlage. „Wir müssen einfach hundert Prozent zeigen und sind zu spät aufgewacht“, ergänzte der Coach selbstkritisch, nachdem sein Team eine mögliche Wende im hochspannenden dritten Satz verpasst hatte. In der Tabelle behauptet Waldgirmes weiterhin den zweiten Platz. Die übrigen Ergebnisse zeigen jedoch, dass das Feld enger zusammenrückt und die Konkurrenz fleißig punktet. Die stark aufspielenden Kölnerinnen hatten sich den Auswärtssieg verdient. Im ersten Satz liefen die Gastgeberinnen ständig einem Rückstand von wenigen Punkten hinterher. Trotz gelungener Einzelaktionen fand der TVW insgesamt noch nicht zu seinem gewohnten Spiel. Im zweiten Durchgang zeigte sich Köln bestens auf die Angriffe von Maja Löcker und Leonie Amann eingestellt. Mit einem starken Block und aufmerksamer Abwehr kontrollierten die Gäste das Geschehen und bauten ihre Führung mit einem klaren 25:13 auf 2:0 Sätze aus. Erst im dritten Durchgang fand Waldgirmes richtig in die Partie. Nun entwickelte sich das hochklassige Duell, das sich das Publikum von Beginn an erhofft hatte. Im Mittelpunkt stand Libera Emma Dogu, die mit großem körperlichem Einsatz einen Angriff nach dem anderen entschärfte. Zugleich gestaltete Zuspielerin Greta Martin das Angriffsspiel deutlich variabler und setzte die Mittelangreiferinnen Maret Schlinkheider und Vanessa Krauß zunehmend mit schnellen Bällen erfolgreich in Szene. Als Schlinkheider nach einem Zuspiel über Kopf zum 19:17 punktete, schien der bis dahin ausgeglichene Satz zugunsten der Gastgeberinnen zu kippen. Doch Köln konterte mit druckvollen Angriffen und starken Blocks und drehte den Spielstand zur eigenen 22:20-Führung. Es folgte ein umkämpfter Ballwechsel mit gleich drei Angriffen von Leonie Amann. Die Entscheidung über ihren letzten Angriff sorgte für Diskussionen: Amann reklamierte den Punkt für Waldgirmes, der Schiedsrichter entschied jedoch auf Aus ohne gegnerische Berührung. Ein anschließender Linienübertritt von Amann brachte Köln beim Stand von 24:20 vier Matchbälle. Der Satz schien entschieden, doch die spätere Silber-MVP Amann mobilisierte noch einmal alle Kräfte. Zunächst platzierte Maja Löcker ihren Angriff auf der gegnerischen Seitenlinie. Dann setzte Greta Martin die Kölner Annahme mit ihren gefährlichen Aufschlägen unter Druck, und eine nun wie entfesselt aufspielende Amann hämmerte drei Angriffe in Folge zum 24:24-Ausgleich ins gegnerische Feld. Unter dem frenetischen Jubel der Zuschauer erkämpfte Löcker mit einem erfolgreichen Angriff entlang der Linie sogar einen Satzball für Waldgirmes. Im folgenden langen Ballwechsel hielt Louisa Papritz den Ball mit einer starken Rettungsaktion im Spiel, ehe Vanessa Krauß ihn unglücklich ins Netz spielte. Ein erfolgreicher Angriff und ein stabiler Block der Kölnerinnen besiegelten anschließend das 27:25 und damit den Auswärtssieg der Gäste. Schon am kommenden Sonntag bietet sich Waldgirmes die nächste große Chance: Mit einem Sieg beim Ligakonkurrenten Markkleeberg kann der TVW ins Achtelfinale des DVV-Pokals einziehen. Am 31. Oktober folgt beim Liga-Mitfavoriten Planegg-Krailling die nächste Standortbestimmung in der Liga. Es spielten: Dogu, Papritz, Cesar, Schlinkheider, Reimer, Kesper, Krauß, Martin, Amann, Wyrzykowska, Rohde, Bülte, Löcker

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